Forum 6

Restorative Circles – lebendige Justiz in den Händen der Betroffenen

Inhalt

Restorative Circles schaffen einen Rahmen, in dem die Konfliktbeteiligten und indirekt betroffenen Menschen zusammenkommen und Gehör finden.

Dadurch entsteht eine Bereitschaft, gemeinsame Handlungsvereinbarungen zu treffen, die jeder der Beteiligten mittragen kann.

Dominic Barter beschreibt dieses Vorgehen aufgrund von Erfahrungen in den Favelas von Rio de Janeiro. Er entwickelt Fragen und umreißt Bedingungen, die sich als grundlegend und hilfreich erweisen, damit sich ein Prozess zum Nutzen Aller entfalten kann. Inzwischen können in einigen Gerichtsbezirken in Brasilien die Vereinbarungen aus einem Restorative Circle als gültige Rechtssprüche von Richtern angenommen werden. Überzeugend ist vor allem die Entwicklung der Rückfallquote: Sie sank bei vergleichbaren Delikten von ca. 80 % bei konventioneller Vorgehensweise auf unter 20% in jenen Fällen, zu denen Restorative Circles stattfanden. (Siehe auch „NESTA Radical Effi ciency Report 2010“ unter www.nesta.org.uk).

Im Workshop geben Armin Aulinger, Kathrin Brockstedt, Katalin Giesswein, Hannah Hartenberg und Hinrich Lau einen Überblick über das Vorgehen und bieten einen Einblick in den Prozess von Restorative Circles. Alle Genannten arbeiten mit unterschiedlichen öffentlichen oder Nonprofit-Institutionen wie Kirchen, Schulen und Vereinen oder Gemeinschaften zusammen, die nach Wegen im Umgang mit Konflikten suchen, die mehr Menschen gerecht werden als die bislang beschrittenen Wege. Restorative Circles schaffen einen Rahmen, in dem die Konfliktbeteiligten und indirekt betroffenen Menschen zusammenkommen und Gehör finden. Dadurch entsteht eine Bereitschaft, gemeinsame Handlungsvereinbarungen zu treffen, die jeder der Beteiligten mittragen kann.

Referentinnen und Referenten

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