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Wirtschaftskonflikte - Therapie und Prophylaxe

Inhalt

Interessen von Wirtschaftsteilnehmern drücken sich in Verträgen aus, unerkannte Differenzen bilden oft genug den Hintergrund von Konflikten. Zur Verhandlungstaktik scheint es zu gehören, eigene Interessen und Bedürfnisse eher verdeckt zu lassen und über die der anderen Seite zu spekulieren. Der explizite Austausch aber ergibt häufig erst entscheidende Schnittmengen und Verhandlungssynergien. Hierbei kann ein neutraler und professional ausgebildeter Dritter die oft entscheidende Hilfe leisten.

Konflikte zwischen Unternehmen schnell, kosteneffizient und unter Erhalt der Geschäftsbeziehungen erfolgreich lösen

Befragungen bei Unternehmen haben ergeben, dass bei B2B-Konflikten oft Mediation anstelle eines Zivilprozesses gewünscht wird. Diesem Wunsch hinkt die Praxis noch hinterher. Eine Mediation hat bei Konflikten zwischen Unternehmen nachweisbare Vorteile gegenüber einem Zivilprozess und ist in über 70 Prozent der Fälle erfolgreich. Dokumentierte Wirtschaftsmediationen mit bemerkenswerten Streitwerten belegen die Vorteile dieses Verfahrens gerade auch bei sog. Verteilungskonflikten. Zunächst geht es um Hilfestellung für die Auswahl des im konkreten Fall geeigneten Konfliktlösungsverfahrens an Hand von Benchmarks. Wir behandeln die Einleitung eines Mediationsverfahrens ad hoc oder auf Grund einer vertraglichen Bestimmung und zeigen deren Vor- und Nachteile. Dargestellt werden die Vorbereitung und der Ablauf einer Mediation sowie die Mediationsinstrumente wie u.a. Einzelgespräche, Prozessrisikoanalyse, sog. Beste Alternative. Eingegangen wird auf das Harvard- Konzept, das sich gerade bei B2B-Konflikten als vorteilhaft erwiesen hat. An einem Praxisfall werden die Unterschiede der Wirtschaftsmediation zu anderen Mediationsverfahren verdeutlicht.

Verhandlungen durch einen Dritten erfolgreich abschließen

Nachmittags befassen wir uns mit der Rolle, die ein neutraler Dritter schon vor Vertragsschluss spielen kann. Viele als gegeben geglaubte Rahmenbedingungen des internationalen Wirtschaftens werden derzeit in Frage gestellt. Transaktionen werden unübersichtlicher und komplexer. Gleichzeitig steigt der Druck auf die Verhandler, möglichst optimale Verträge abzuschließen. Wie wir aus vielen Studien wissen, ist dies aber schon unter normalen Umständen selbst für gute Verhandler ausgesprochen schwierig. Warum also nicht die Vorzüge der Mediation schon in der Phase der Vertragsverhandlung nutzen? Es werden Möglichkeiten der „Deal Mediation“ aus Nutzer- und Anbietersicht erarbeitet.

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