Forum 4c

„Die Welt, wie wir sie wahrnehmen...“ - Aspekte von Wahrnehmung in der Mediation

Inhalt

Wahrnehmung ist kein fotografisch-objektives Registrieren der Umwelt. Unsere Sinne können uns täuschen; sie sind zahlreichen Korrekturen, Störungen und Fehlern unterworfen. Handeln in Problem- und noch mehr in Konfliktsituationen beruht häufig auf eingeschränkter Wahrnehmungsfähigkeit, verbunden mit mangelnder Informationsverarbeitung. Sind diese Situationen zudem noch emotional stark aufgeladen, schränken sich unsere Verhaltensmöglichkeiten auf wenige „erprobte Konstanten“ ein.

Die Schulung von Wahrnehmung (hin zum Beobachten), das Kennen von Wahrnehmungsprinzipien und das Wissen, dass Wahrnehmung immer lücken- und fehlerhaft ist, verbunden mit der Überprüfung des Wahrgenommenen und dessen Interpretation, sind zentrale Voraussetzungen für gelingende Kommunikation, aber auch für konstruktive Konfliktbearbeitung
und einen deeskalierenden Umgang mit Konflikten.

Für Mediatorinnen und Mediatoren hat das Thema „Wahrnehmung“ eine wichtige Bedeutung: „Jenseits von Richtig und Falsch liegt ein Raum – dort treffen wir uns!“

Im Workshop geht es im Wesentlichen um folgende Aspekte:

  • Generelle und individuelle einflussfaktoren auf soziale Wahrnehmung in Konflikten
  • Phänomen des „Ersten Eindrucks“ und seine Bedeutung in der Mediation
  • Die typischen „Blinden Flecken“ der Parteien. Was kann ich als Mediator tun, damit die Parteien diese erkennen und akzeptieren?
  • Der Mediator als „Wahrnehmungslenker“ – Wie können „schlummernde“ gemeinsame Interessen herausgearbeitet werden?
  • Fragensteller sind Weichensteller!  Was Mediatoren von Sokrates lernen können.

Nach einer einführenden Präsentation des Referenten zum Thema haben die Teilnehmenden die Gelegenheit zum kollegialen Austausch von Erfahrungen, zur Vertiefung und zur Bearbeitung individueller Anliegen.

Referent