Das Grußwort der Ministerin

Sehr geehrte Damen und Herren,

Barbara Havliza

Mediatorinnen und Mediatoren müssen sich wahrlich nicht nachsagen lassen, über den eigenen Tellerrand nicht hinausschauen zu können – und zu wollen. Im Umgang mit Konflikten verlässt die Mediation immer wieder die tradierten Grenzen, die von Regeln, Hierarchien und vor allem von Verhaltensmustern gesetzt werden.

Die immer noch junge Mediation bildet ihre eigene Professionalität mehr und mehr heraus. Dabei wird der eigene Tellerrand immer wieder aufs Neue definiert. So oder so lohnt in der weiteren Entwicklung der Mediation die Auseinandersetzung mit verwandten Disziplinen – sei es zur Abgrenzung, sei es zur Ergründung und Nutzung von Synergien oder auch zur kreativen Erweiterung der Methoden. Vielleicht tritt im Gegenlicht benachbarter Disziplinen auch die Kontur „der“ Mediation besonders gut hervor.

Die Schlichtung besitzt strukturelle Nähe zur Mediation. Coaching und Therapie sind oft genug auf Streitigkeiten mit Dritten orientiert und sie können umgekehrt reflektionsbedürftige Begleiterscheinung der Mediation sein. Und schließlich entwickeln sich Streitigkeiten nicht selten in einer Logik, die an Inszenierung und Choreographie eines Theaterstücks denken lässt; ganz abgesehen davon, dass theatralische Elemente die Mediation auch bereichern können. Aber, seien Sie versichert, neben Theater, Therapie, Coaching und Schlichtung soll es in diesem Jahr in bewährter Weise um methodische Innovationen gehen.

Ich hoffe, diese Zeilen genügen Ihnen als Vorgeschmack für den Kongress im Jahr 2019. Kurzum: Wir freuen uns, Sie bei unserem 16. Konfliktmanagement- Kongress begrüßen zu dürfen.

Ihre

Barbara Havliza

Barbara Havliza
Niedersächsische Justizministerin