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Forum 5

Die Argumente für die (insbesondere) vorgerichtliche Mediation sind vielfältig. Von Nachhaltigkeit der Konfliktlösung, Mandantenzufriedenheit, Zeit- und Kostenersparnis ist die Rede. Überzeugen diese Argumente wirklich?
Wird nicht der "Kuchen" insgesamt kleiner? Verdiene ich als klassischer Prozessanwalt nicht mehr? Wo in der Mediation finde ich als Parteivertreterin meine Rolle? Ist es wirklich klug, meine Mandantschaft in das Büro eines Konkurrenten zu begleiten? Besteht also ein Spannungsverhältnis zwischen Interessen der Mandantschaft und Eigeninteressen der Anwaltschaft?
Andererseits: Welche Vorteile bietet die außergerichtliche Mediation mit Blick auf die Mandantenzufriedenheit? Kann ich nicht gerade in der Rolle des mediationsbegleitenden Anwalts die Position meiner Mandantschaft und damit meine eigene im Markt optimieren?
Dieser Themenkreis hat uns auch schon bei früheren Kongressen unter verschiedenen Blickwinkeln beschäftigt. Jetzt möchten wir uns der Kernfrage nach dem Sinn der Mediation aus Anwaltssicht widmen. Wir möchten mit Ihnen diskutieren, Ihnen aber die Methode der Mediation auch zeigen - damit wir wissen, worüber wir reden.

Referenten
Franz-Joachim Hofer, Rechtsanwalt und Mediator, Geschäftsführer der RAK Mecklenburg-Vorpommern
Angelika Kutz LL.M., Mediatorin (Master of Mediation) und Rechtsanwältin, Hannover
Podium
Markus Cloppenburg, Rechtsanwalt und Notar, Lüneburg
Prof. Dr. iur. Thomas Trenczek, M.A., eingetragener Mediator (ÖBMJ) (S.C.Qld) (BMWA)
Moderation
Wolfgang Scheibel, Präsident des Landgerichts, Braunschweig